43.761 Jugendliche starten ihre IHK Ausbildung

Frische Azubis beginnen ihren ersten Arbeitstag der Ausbildung mit einer Führung durch die Firma.

Im September beginnen 43.761 Jugendliche in Bayern eine Ausbildung in IHK Berufen, was einem Zuwachs von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) bezeichnet dies als starkes Signal und großen Erfolg für die Ausbildung, da die Schulabgängerzahlen auch in Bayern sinken. Bei jungen Männern ist der Fachinformatiker der beliebteste IHK Ausbildungsberuf, während bei jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement am meisten gewählt wird. Die Top 5 der IHK-Ausbildungsberufe im Freistaat insgesamt sind: Einzelhandelskaufleute, Fachinformatiker, Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement und Industriekaufleute. Insgesamt gibt es in Bayern mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche eine Ausbildung absolvieren können.

Wie viele offenen Lehrstellen für eine Ausbildung gibt es noch?

Der BIHK-Präsident weist auf die große Zahl von noch unbesetzten Lehrstellen für eine Ausbildung im Freistaat hin und dass unversorgte Bewerber auch jetzt noch gute Aussichten auf eine Stelle haben. Laut Statistik der Arbeitsagentur von Ende Juli sind noch 44.426 Lehrstellen in Bayern unbesetzt, während nur 14.431 unversorgte Bewerber für eine Ausbildung vorhanden sind. Rein rechnerisch kommen so in Bayern auf jeden unversorgten Bewerber drei Lehrstellen. Die Angaben der Arbeitsagentur beziehen sich auf alle Bereiche des Ausbildungsstellenmarkts, der neben dem IHK-Bereich der Betriebe in Industrie, Handel und Dienstleistungen auch das Handwerk, freie Berufe und öffentlichen Dienst umfasst.

So verändert sich die Bewerberlücke für eine Ausbildung in der Zukunft

Der BIHK-Präsident betont, dass die Bewerberlücke am Ausbildungsmarkt in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird, wenn es nicht gelingt, noch mehr Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften die Berufsausbildung und ihre Vorteile näher zu bringen. Die Wirtschaft setzt sich mit Initiativen wie Bildungspartnerschaften und den Ausbildungsscouts für eine bessere Berufsorientierung an den Schulen ein, um über die vielen spannenden Berufsbilder zu informieren. Der BIHK-Präsident fordert auch mehr bildungspolitische Rückendeckung für das Thema Berufsorientierung, das deutlich stärker in den Lehrplänen berücksichtigt werden sollte. Er betont, dass die Ausbildung auch bei Abiturienten beliebt ist und für viele eine praxisnahe Alternative zur Universität darstellt, da rund ein Fünftel der bayerischen Azubis im IHK-Bereich die Hochschulreife besitzt.

Aktuell bilden im Freistaat rund 28.000 IHK-zugehörige Betriebe aus, was etwa 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse ausmacht.

 

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Wirklich spannend, wie sich die Bewerbungen und Anforderungen für eine Ausbildung weiterentwicklen. 

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