Filmkritik: Fifty Shades of Grey

Dialog: „Anastasia.“ „Christian!.“ Der Durchruf bevor sich der Fahrstuhl schließt.

Zuvor – eine nervöse junge Frau betritt das Gebäude der Grey Enterprises, das sogenannte „Grey House“. Den Inhaber soll sie für die Studentenzeitschrift ihrer Universität interviewen. Sie fühlt sich sofort unbehaglich und fehl am Platze, da die Angestellten allesamt auf gestylte Schönheiten sind, im Vergleich zu ihr – wie sie findet. Das Betreten des lichtdurchfluteten Büros von Grey wird zur wortwörtlichen Stolperpartie. Einen peinlicheren Einstieg kann es nicht geben. Doch der sehr attraktive und ebenfalls junge Mr. Grey (Jamie Dornan)überspielt die Situation und bietet ihr einen Platz an. Die Nervosität nimmt zu und behält die Oberhand während des ganzen Gesprächs und am Ende stellt sich die Frage: Wer hat wen interviewt?

Was zu anfangs alltäglich beginnt, entpuppt sich als etwas Anderes wie nur den Alltag. Mr. Grey ist von Anastasia sofort angetan und versucht sie in seinen Bann zu ziehen, was ihm auch gelingt. Schon während des Interviews geht es heiß her, Flirten mit den Augen, erotische Anspielungen durch Gestik und Mimik. Letztendlich verschafft sich Grey die Informationen und notwendige Aufmerksamkeit, die er haben will.

„Halte dich von mir fern … Mein Geschmack ist speziell, das würdest du nicht verstehen.“ (Mr. Grey) „Was ist wenn ich bleibe, was passiert dann?“ (Anastasia)

Doch was hat es mit diesen Filmzitaten auf sich? Was genau verbirgt sich in dem Zimmer, dem sogenannten „Spielzimmer“ wie es Grey nennt welches in dem Trailer zusehen ist? Und weshalb muss Anastasia noch vor Erklärungen von Grey eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen?

Fragen die während des Films durch die schöne erzählerische und dialogreiche Dichte aufgeschlüsselt werden. Auf einfache, vielleicht ab und an zu offensichtliche Weise. Meckern kann man keines falls, dass es dem Film an Unterhaltung oder Witz fehle. Doch dies könnte auch für die meisten Zuschauer der gewisse Störfaktor sein, daran kann es liegen, dass man manchmal nicht weiß, ob man lachen oder vor Ernst erstarrt dasitzen soll.

Fakt ist: Dass der Film eindeutig das Thema verfehlt hat!

Der Aspekt des Sexuellen, der Erzählung über das perverse Ausleben der Phantasien zwischen Grey und Anastasia, waren unpuristisch und langweilend dargestellt. Es fehlt hierbei an allen Ecken, an allem was man erwartete. Und was genau mit den 50 Schatten des Grey gemeint ist, kann man erahnen, aber es bleibt doch etwas zu rätselhaft!? Dennoch kann man dem Film ein gewisses Etwas nicht absprechen und muss die technische Seite wie: Die fokussierte Kamera (Seasmus Mc Garvey) , sauberen und übersichtlichen Cut sowie eine extravagante musikalische Untermalung (Danny Elfman) loben. Hierbei kann man die schwächelnde Tongestaltung unter den Tisch fallen lassen. Zum schauspielerischen Aspekt muss man Dakota Johnson in der Rolle der Anastasia für ihre starke Leistung, Authentizität und der nötigen Hingabe die sie zeigte, wodurch der Film etwas Reiz, Charme und Erotik bekam, ebenfalls lobend erwähnen.

Ein Fazit bleibt aus! Man kann jeden verstehen der zu diesem Film sagt: Top oder Flop. Es ist äußerst schwierig hier ein entschlossenes Resümee zu finden!

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