Wake up the sky

Zwei Wochen Strandurlaub in Ägypten. Irgendwann muss einem ja mallangweilig werden. So kam ich dazu, das Hotelangebot mal etwas genauerunter die Lupe zu nehmen. Dabei suchte ich gezielt nach einem Kitekurs, weil mich das Zuschauen vom Strand aus bereits begeistert hatte und schrieb mich schließlich dafür ein. Grundsätzlich ist es relativ einfach diese Sportart zu lernen, was mich zugegeben sehr überrascht hat und es motiviert einen unglaublich, wenn man erst mal auf dem Brett steht. Zur Ausrüstung gehört natürlich ein Kite, dieser entspricht einem großen Drachen, den es für jede Windstärke, in verschiedenen Größen gibt. Diesen Drachen muss man steuern können, wozu man dann die sogenannte „Steuerbar“ benötigt. Sie wird am Körperbefestigt, damit der Schirm nicht davonfliegt. Dafür trägt jeder Kitesurfer ein Trapez, das wie ein großer Gürtel um die Hüften gebunden wird.

Sobald man seinen Kite gestartet hat, kann es auch schon losgehen. Je nachdem in welchem Revier man kiten möchte, z.B. in Flachwasser- oder Wellenrevieren, gibt es sogar verschiedene Boards. Eine ganze Ausrüstung ist mit ca. 2000 € sehr kostspielig. Deshalb sollte man vor der Anschaffung auf jeden Fall einen Kurs belegen, um auch sicher zu gehen, dass man wirklich Spaß daran hat und sich die Investition rentiert. Für den, der nur bei warmen Temperaturen kiten möchte, also im Urlaub, besteht auch die Möglichkeit, das gesamte Material vor Ort zu leihen. Eines der vielen Reviere, das mich am meisten fasziniert hat, befindet sich auf Mauritius. Die vulkanische Tropeninsel im Indischen Ozean, östlich von Madagaskar, zählt zu den schönsten Spots der Welt.

© Carola Hammrich

Mauritius gehört mit ihren Nachbarinseln zur Inselgruppe der Maskarenen. Die Insel ist fast komplett von vorgelagerten Korallenriffen umgeben. Durch diese entstehen riesige türkisfarbene und spiegelglatte Lagunen zum Freeriden und Freestylen. Am Riff selbst türmen sich mächtige Wellen auf. Sie sind unteranderem der Grund, dass Mauritius regelmäßig die internationalen Top Kitesurfing Teams zu Foto- und Videoshootings anzieht. Die ganzjährig milden Temperaturen sorgen für optimale Bedingungen für sämtliche Wassersportarten. Die beste Reisezeit zum Kitesurfen ist im tropischen Winter von Mai bis September, wenn der Passatwind am stärksten ist. Aber auch in den restlichen Monaten findet man auf der Insel top Bedingungen vor. Kitespots finden sich überall entlang der Insel: Wie zum Beispiel in BelOmbre, Le Morne oder Belle Mare. Zu den Bekanntesten zählen sicher jeneim Süd-Westen, genauer gesagt der Strand von Le Morne.

© Carola Hammrich

Die eingeschlossene Lagune bietet ein sehr großes Flachwasser und Stehrevier, welches für Anfänger und Fortgeschrittene bestens geeignet ist. Der größte Berg der Inselverstärkt den Wind nicht nur, er sorgt auch für eine atemberaubende Kulisse. Außerhalb des Riffes befinden sich zwei Wellenreviere, allerdings sollte man sich dort, aufgrund der extremen Strömungen und der starken Winde, nur als „echter“ Profi heranwagen. Kitesurfen fühlt sich an, als könnte man fliegen. 

Der Kite, der einen über dem Wasser schweben lässt, aber besonders die hohen Sprünge sind unbeschreiblich. Natürlich muss man die Gefahren, die der Sport mit sich bringt (z.B. die sehr hohen Geschwindigkeiten), immer im Hinterkopf behalten und sich seiner Fähigkeiten bewusst sein, um kein Risikoeinzugehen. Stürze sind unvermeidbar, vor allem am Anfang. Doch hat man sich mit der Theorie im Vorhinein beschäftigt, kann man bei Fehlern schnellreagieren und diese korrigieren. Die größte Schwierigkeit besteht darin, sich zu trauen. Hat man sich aber selbst einmal überwunden, weiß man, wie es sich anfühlt zu fliegen.

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