Neue Erfahrungen nach dem Schulabschluss

Viele junge Leute sind nach dem Schulabschluss auf der einen Seite erschöpft und auf der anderen Seite unsicher darüber, was sie jetzt mit ihrem Leben anfangen sollen und wie es weiter geht. Eine Möglichkeit, erste Erfahrungen zu sammeln, ist die Welt kennen zu lernen. Ein Beispiel dafür ist ein Auslandspraktikum. Meine Schwester Katharina hat nach ihrem Abitur 2013 ein solches Praktikum in Südafrika gemacht und hat sich anschließend auf eine Reise durch Südostasien begeben.

Im folgenden Interview wird sie über ihren Aufenthalt im Ausland befragt.

Wie bist du auf darauf gekommen, eine Auslandsreise zu machen?

Ich hatte nach dem Abitur noch keine Ahnung was ich studieren sollte. Also habe ich mich mit meinen Eltern zusammengesetzt und wir haben beschlossen, dass ich erst mal ein Jahr pause mache und reise. Außerdem dachte ich, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um etwas mehr von der Welt kennen zu lernen.

Haben dir deine Eltern für die Reise auch das nötige Geld zur Verfügung gestellt oder wie hast du die Reise finanziert?

© Anna Funk

Ja zum Teil. Meine Eltern haben das Meiste bezahlt, aber ich habe auch meinen Teil beigetragen und etwas von meinem Gesparten genutzt.

Und wie hast du die Reise geplant? Hast du dich an eine Organisation gewendet?

Für die ersten beiden Monate, in denen ich gearbeitet habe, habe ich mich von einer Organisation beraten lassen. Ich hatte einen festen Termin für den Rückflug also habe ich während der letzten vier Monaten immer spontan entscheiden können, wo ich hin gehe. Wenn es mir an einem Ort gefallen hat, bin ich länger geblieben, wenn nicht, bin ich weiter gereist.

Also warst du 6 Monate unterwegs? Und du hast erwähnt, dass du gearbeitet hast. Was genau war das denn für eine Arbeit?

Ja genau, insgesamt waren es 6 Monate. Ich habe im ersten Monat in Südafrika ein Praktikum in einer Schule gemacht. Danach habe ich einen weiteren Monat in einem Kindergarten gearbeitet.

© Anna Funk

Wie hast du dich mit den Kindern verständigt? Konnten sie Englisch sprechen?

Mit Händen und Füßen. Am Anfang war es sehr schwer zu kommunizieren, aber später, als sich die Kinder an mich gewöhnt hatten, ging es schon viel besser. Nebenbei habe ich ihnen auch ein wenig Englisch beigebracht. 

Wie ging die Reise dann weiter? Wo bist du hingereist und warst du die ganze Zeit alleine?

Nach zwei Monaten Arbeiten in Südafrika bin ich noch einen weiteren Monat in dem Land geblieben. Währenddessen habe ich auch meinen Bruder getroffen, der ebenfalls eine Auslandsreise machte. Danach bin ich mit ihm nach Südostasien  geflogen. Dort haben wir zwei weitere Freunde getroffen und zusammen Thailand, Laos und Kambodscha besucht.

Was würdest du empfehlen? Alleine zu reisen oder in einer Gruppe?

Es ist natürlich immer schön mit Freunden zu reisen, jedoch hat es mehr Vorteile alleine unterwegs zu sein. Du musst alle Entscheidungen selbst treffen und wirst dadurch viel eigenständiger. Außerdem lernt man automatisch mehr Leute kennen.

Also hast du alleine wahrscheinlich auch viel mehr Erfahrungen gesammelt?

Ja, ich habe vieles über mich selbst gelernt, neue Leute getroffen und tolle Orte gesehen. Aber das Wichtigste, was ich gelernt habe ist dass ich in Zukunft mit Kindern oder generell mit Menschen arbeiten will.

Und gibt es etwas, was man deiner Meinung nach immer dabei haben sollte?

Ein gutes Buch. Die Bus- und Zugfahrten können manchmal ziemlich lang dauern und wenn man alleine ist auch langweilig werden. Deshalb ist es immer gut, ein bisschen Beschäftigung zu haben.

 

Durch die Auslandsreise hat Katharina sehr viel über sich selbst gelernt und herausgefunden, was sie in Zukunft machen möchte. Heute studiert sie in Deutschland Humanmedizin im dritten Jahr.

Weitere Artikel, die dir gefallen könnten:

Kindergeld mit 25?

Kindergeld bis 25: Was Du wissen musst

Bürokaufleute sitzen vor einem Laptop.

Kaufmännische Berufe im Fokus: Die Top 3 der Ausbildungsberufe

Social media and young people network concept. Modern graphic interface showing online social connection network and media channels to engage customer interaction in the digital business.

Jugendliche & Digitale Spuren im Web: Karrieretool oder Bumerang?