Finanzielle Engpässe bei Studierenden und Azubis: Wenn BAföG nicht mehr reicht

Student mit Geldsorge.

Studierende haben kein Geld mehr! Die finanziellen Sorgen unter Studis und Auszubildenden scheinen aktuell so groß wie selten zuvor. Steigende Lebenshaltungskosten, eine hohe Inflationsrate und die Wohnungsknappheit setzen jungen Menschen erheblich zu. Selbst die staatliche Unterstützung BAföG reicht oft nicht mehr aus, um den Alltag zu stemmen – geschweige denn, ein entspanntes Studentenleben zu führen.

Wohnungsmangel in Städten: Mietenwahnsinn in München, Berlin & Co.

Gerade in Metropolen wie München oder Berlin, wo Wohnraum ohnehin knapp und teuer ist, steigen die Mieten weiter an. BAföG-Beziehende finden sich oft in der Zwickmühle: Zwar werden die Fördersätze gelegentlich angepasst, doch hinken sie den realen Wohn- und Alltagskosten regelmäßig hinterher. Viele haben keine Wahl – sie müssen zusätzlich jobben, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Inflation sprengt das Budget

Aber nicht nur die Miete belastet das Budget: Im Supermarkt, in der Drogerie oder bei Strom und Wasser – überall steigen die Preise rasant an. Die Inflation schlägt direkt auf den Geldbeutel durch. Wer eine Förderung bezieht, bekommt zwar einen monatlichen Festbetrag, doch der lässt kaum Luft für spontane Ausgaben oder Freizeitaktivitäten.

Kein Geld mehr im Portmonee.

Azubis zwischen Existenzsorgen und Zukunftsplänen

Auszubildende trifft die Situation ähnlich hart. Zwar gibt es in vielen Branchen tariflich geregelte Ausbildungsvergütungen, doch besonders in Ballungsgebieten sind diese Summen kaum genug, um davon zu leben. Viele Azubis müssen bei den Eltern wohnen bleiben oder eine sehr günstige Unterkunft finden, um die Mietkosten überhaupt aufbringen zu können. Ein eigenständiges Leben – für viele junge Menschen ein entscheidender Schritt ins Erwachsenwerden – wird dadurch massiv erschwert.

Studie des MMI belegt die Dringlichkeit

Eine Studie des Mose-Mendelssohn-Instituts (MMI) bestätigt die Entwicklung. In 88 deutschen Städten wurden Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass in 23 Fällen die BAföG-Zahlungen nicht ausreichen. Das verdeutlicht den Ernst der Lage. Damit werden die Debatten um Wohnungsbau, Mietpreisbremse und eine Reform des staatlichen Studienkredits immer lauter. Studierendenwerke und Jugendorganisationen fordern von der Politik spürbare Entlastungen. Denn wer sich mehr Sorgen um die Miete als um die Klausuren machen muss, hat weniger Kapazitäten für das eigentliche Ziel: eine erfolgreiche Ausbildung oder ein gelungenes Studium.

So findest du finanzielle Unterstützung

Doch trotz dieser Misere gibt es Lichtblicke: Verschiedene Förderprojekte können jungen Menschen helfen, die finanzielle Not zu überbrücken. Über 2.000 verschiedene Stipendienprogramme in Deutschland bieten Chancen, die Kosten des Studiums abzufedern. Die Auswahlkriterien der Stipendien reichen von schulischen Leistungen und bisherigen Erfolgen über ehrenamtliches Engagement bis hin zu regionaler Verbundenheit, Bedürftigkeit und biografischen Besonderheiten.

Mit dem „Stipendium-O-Mat“ von der Stiftung der deutschen Wirtschaft lässt sich leicht herausfinden, was für dich in Frage kommen könnte. Außerdem kannst du dich bei deinem Studierendenwerk oder bei Beratungsstellen der Universität um eine Auskunft bitten.

Und auch für Auszubildende gibt es entsprechende Programme – allerdings ist die Auswahl etwas kleiner. Auf der Website der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) kannst du dich über die verschiedenen Förderungen schlau machen.

Fazit: Eine faire Regelung muss her

Nicht alle Städte haben das gleiche Ausbildungs- und Studienangebot. Genau deswegen ist es wichtig, dass eine Chancengleichheit geschaffen wird. Jeder sollte seine Berufung frei wählen können und dafür auch in die entscheidende Stadt ziehen dürfen. Dafür braucht es jedoch dringend höhere Fördersätze und bezahlbare Wohnungen für Auszubildende und Student:innen. Was sagst du dazu? Teile uns deine Erfahrungen in den Kommentaren mit oder kontaktiere uns bei Fragen!

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