Beim BuFDi schuft‘ i

Der Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Alle, die sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl engagieren wollen.

Warum sollte ich das machen?

Als Freiwillige oder Freiwilliger sammelst du wertvolle Lebenserfahrung. Als Einsatzstelle profitieren Sie von engagierter Unterstützung, die Ihrer Arbeit zusätzliche Inspiration verleiht.

Jüngere Freiwillige erwerben und vertiefen ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen

Was bringt mir der Bundesfreiwilligendienst?

– Du bist mit der Schule fertig und haben keine Lust, direkt die Uni- oder Ausbildungsbank zu drücken.

-Du möchtest die Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll nutzen.

-Du weist noch nicht genau, in welche Richtung es beruflich gehen soll und möchtenm mögliche Arbeitsgebiete kennen lernen.

-Du möchtest neues ausprobieren.  

-Du möchtest ohne Druck Arbeitserfahrung und Referenzen sammeln.

-Du möchtest ganz praktisch Gutes tun und sich sozial, ökologisch oder kulturell engagieren.

-Du hast Lust, neue Leute kennenzulernen und mit verschiedenen Generationen zusammen zu arbeiten.

Wer kann sich bewerben?

Jeder, der die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.

Wie lange muss ich Arbeiten?

In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. In Ausnahmefällen kann er bis zu 24 Monate geleistet werden.

Grundsätzlich handelt es sich um einen ganztägigen Dienst.

Wo kann ich arbeiten?

Es gibt verschiedene Bereiche in denen man sich betätigen kann: Den sozialen- ökologischen- und kulturellen Bereich, den Bereich des Sports, der Integration, des Zivil- und Katastrophenschutzes.

In diesen Bereichen gibt es verschiedenste Einsatzstellen. Diese werden von gemeinwohlorientierten Einrichtungen angeboten. Hier sind ein paar Bespiele:

© Luna Pfeil, Jonas, Frederike

Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kinderheime, Schulen, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Selbsthilfegruppen, Sportvereine, Museen, Kultureinrichtungen, Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes, Träger ökologischer Projekte und Kommunen und noch vielen mehr.

Was muss ich tun, um BFDlerin oder BFDler zu werden?

Zunächst musst du eine Einsatzstelle finden, du kannst beispielsweise auf der Internet Seite vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zum Thema BFD eine Einsatzstellensuche machen. Dort kann man viele Einsatzstellen in der nähe finden.

Selbstverständlich kannst du auch eine Einrichtung, die Sie interessiert, direkt ansprechen.

Wenn diese Einrichtung noch nicht als Einsatzstelle im BFD anerkannt ist, kann sie sich kurzfristig dafür anerkennen lassen.

Bewerb dich einfach in der Einsatzstelle und vereinbare einen Termin für ein Kennenlerngespräch.

Falls du dich jetzt auch für den Bundesfreiwilligendienst interessierst, findest du auf der Internetseite des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zum Thema BFD ( https://www.bundesfreiwilligendienst.de ) noch mehr Informationen.

© Luna Pfeil, Jonas, Frederike

Interview mit Frederike

Wie bist du zum Bundesfreiwilligendienst in Schäftlarn gekommen?

Ich habe auf der Internetseite des Bundesfreiwilligendienstes nach Stellen in Bayern geschaut, weil Ich aus Bayern komme. Dort wurde mir die Stelle in Schäftlarn angeboten.

Kanntest du die Schule bereits?

Nein, kannte ich noch nicht.

Was waren deine ersten Gedanken bei einer Klosterschule?

Ich hatte bereits von Klosterschulen gehört und hatte deswegen weder Vorurteile noch war ich abgeschreckt.

Was möchtest du später einmal machen?

Ich möchte Maschinenbau studieren.

Was macht man da genau?

Ich möchte Maschinenbau Ingenieurin werde, dort beschäftigt man sich überwiegend mit der Konstruktion, der Entwicklung und der Fertigung. Und Ich überlege meine Master im Bereich Luftverbrauchtechnik zu machen, also zum Beispiel Motoren für Luftzeuge entwickeln.

Warum hast du dich dann für ein soziales Jahr entschieden, wenn du schon weißt, was du werden willst?

Bei dem Studium Maschinenbau muss von Anfang an für Noten und Klausuren lernen. Gleich nach dem Abitur wieder für Klausuren lernen, dazu hat Mir die Motivation gefehlt. Mir war sofort klar, dass Ich ein Jahr Pause machen möchte. Zuerst dachte Ich an ein Auslandsjahr. Aber nur Reisen kam für mich nicht in Frage, weil das zu teuer wäre. Und für Zwei bis Drei Wochen zu Reisen und zu Arbeiten und dafür noch mehrere tausend Euro zahlen kam ebenfalls nicht in Frage. Deswegen wollte Ich dann in die soziale Richtung, da ich später im Leben kaum noch die Chance für sowas bekommen werde.

Wurde dir der Bundesfreiwilligendienst empfohlen oder bist du selber darauf gekommen?

Mir haben es bereits andere Leute empfohlen aber mir war auch selbst klar, dass ich sowas machen möchte.

Wie war deine erste Woche hier und was sind deine Eindrücke?

Die erste Woche war sehr schön. Besonders, dass ich Schülern was beibringen und ihnen helfen konnte.

Was sind deine Aufgaben an der Schule?

Ich habe zwei Male die Aufsicht beim Mittagessen, die Aufsicht beim spielen und ich helfe den 8. Klassen bei den Hausaufgaben.

Ist der geringe Altersunterschied zwischen dir und den Schülern ein Problem für dich?

Das kommt ganz auf die Klassen an aber die 12. Klasse sieht mich nicht wirklich als Autoritätsperson an und die die 8. Klassen haben mich schon nach meiner Nummer gefragt. Bei solchen Situationen wäre mehr Altersunterschied besser aber das macht mir nichts aus.

Ist es schwer für dich von zu Hause weg zu sein?

Momentan noch nicht.

Mit welchen Erwartungen bist du in dieses Jahr gestartet und haben sich diese erfüllt?

Selbständiger zu werden, Selbstbewusster, da man vor den Schülern steht und mit ihnen redet.

Gefällt es dir bis jetzt?

A: Ja, auf jeden Fall

Wo willst du studieren?

Meine Favoriten sind Darmstadt und Dresden.

© Luna Pfeil, Jonas, Frederike

Interview mit Jonas

Hallo,zuerst einmal Danke, dass du dir die Zeit genommen hast! Wie alt bist du eigentlich?

Ich bin achtzehn.

Du hast also gerade dein Abi gemacht?

Ja.

Wieso machst du den Bundesfreiwilligendienst?

Ich wollte ein Jahr Pause haben nach dem Abi und nicht direkt mit dem Studieren anfangen, also habe ich nach Alternativen gesucht.

Und wieso machst du es ausgerechnet an einer Schule, du kommst doch jetzt gerade von der Schule und jetzt bist du gleich wieder an einer…?

Ich habe auch in anderen Bereichen geschaut, hauptsächlich im Naturwissenschaftlichen. Aber Schule hat dann doch am besten gepasst. Vor allem da ich auch eine Stelle mit Unterkunft gesucht habe, somit hat diese Stelle perfekt gepasst.

Also bist du hier auch im Internat?

Ja genau, wie die andere Bundesfreiwilligendienstlerin hier auch.

Vermisst du denn schon etwas, was davor immer Gewohnheit war, denn jetzt ist ja doch vieles anders?

Naja, natürlich vermisse ich meine Freunde, die noch zu Hause sind. Aber was sehr cool ist, dass ich hier wieder einen Alltag habe, das finde ich ganz gut.

Gefällt es dir also hier mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten?

Ja, es gefällt mir ziemlich gut, auch im Internat, ich verstehe mich eigentlich mit allen.

Und was ist mit den Lehrern? Du bist ja doch noch jünger, aber auch kein Schüler mehr.

Die Lehrer mit denen ich zu tun habe sind alle sehr nett. Nur manchmal ist es etwas komisch mit dem Siezen und dem Duzen: manche haben mir schon das Du angeboten, aber irgendwie vergesse ich das immer wieder.

Gibt es hier auch irgendwelche Probleme?

Ja schon, ein Problem ist, dass ich hier keine Waschmaschine habe, deswegen muss ich jetzt immer bei meiner Tante in Oberhaching waschen und muss somit jede Woche oder alle zwei Wochen dorthin fahren, das ist ein bisschen blöd.

Außerdem ist das Internet hier nicht gerade überragend, wenn ich zum Beispiel im Internat WLAN hätte, wäre das schon schön. Aber sonst passt alles.

Hast du auch noch mit anderen Bufdis zu tun oder schon etwas über deren Erfahrung gehört?

Eigentlich kaum. Eine Freundin, die mit mir Abi gemacht hat, macht so ein ähnliches Projekt wie ich. Sie macht ein FSJ (Freiwilliges soziales Jahr) auch an einer Schule und ihr gefällt es sehr gut.

Du stehst noch am Anfang deines Dienstjahres. Was erwartest du dir von diesem Jahr? Was denkst du, wirst du lernen oder wie denkst du wird dieses Jahr für dich?

Naja, was erwarte ich? Ich denke ich lerne dieses Jahr selbstständiger zu werden und „mein Ding durchziehen“. Außerdem hat man seine eigene Entscheidungsgewalt. Natürlich ist das Teamwork mit den Lehrern und Präfekten auch ein wichtiges Ziel. Solange der Spaß nicht ausbleibt, steht dem ja nichts entgegen.

Willst du nach diesem Jahr studieren?

Es ist noch nicht 100 prozentig sicher, ob ich studieren werde, aber ich will schon gerne in die Richtung Biologie gehen. In wie fern ich mich mit Biologie beschäftigen werde, ist noch offen. Auch eine Ausbildung fände ich interessant. Ich werde sehen, was die Zeit mit sich bringt.

Wenn du mal in die Zukunft schaust, wo würdest du dich in 20 Jahren sehen?

In 20 Jahren bin ich 38 Jahre alt. Mit 38 Jahren könnte man schon verheiratet sein. Beruflich sollte ich einen sicheren Job haben. Genaueres wird sich mit der Zeit noch zeigen.

Was wolltest du schon immer mal machen?

Tauchen gehen mit Flasche und so. Ich habe das schon einmal gemacht, aber das war in einem Schwimmbad. Es war eine besondere Erfahrung. So etwas würde ich gerne noch einmal machen.

Das war es dann auch schon. Vielen Dank

Kein Problem.

Text und Interviews // Lisa Braune, Tim Escher, Victoria Fladner, Anna Funk, Agnes Jackel, Paula Lippert, Marie-Louise März

Weitere Artikel, die dir gefallen könnten:

Ein Junge telefoniert mit der Nummer gegen Kummer.

Unterstützung bei Zeugnissorgen: „Nummer gegen Kummer“ bietet Hilfe für Kinder, Jugendliche und Eltern

Kindergeld mit 25?

Kindergeld bis 25: Was Du wissen musst

Bürokaufleute sitzen vor einem Laptop.

Kaufmännische Berufe im Fokus: Die Top 3 der Ausbildungsberufe